Warum neurodivergente Mädchen und Frauen häufiger Gewalt erleben

👊Warum neurodivergente Mädchen und Frauen häufiger Gewalt erleben – und warum ihr Umfeld wachsam sein muss

Neurodivergente Frauen und Mädchen geraten nicht wegen ihrer Eigenschaften in Gefahr – sondern weil ihr Umfeld, soziale Systeme und Schutzstrukturen oft nicht ausreichend auf ihre Bedürfnisse eingestellt sind.
Wenn zusätzlich ein höherer Unterstützungsbedarf oder eine kognitive Einschränkung vorliegt, verstärkt sich diese Verwundbarkeit noch weiter.

Es geht nicht um individuelle „Fehler“.
Es geht um Risikofaktoren, die wir als Gesellschaft erkennen und abfangen müssen.

Was viele im Umfeld übersehen:

• Neurodivergente Personen nehmen soziale Signale oder manipulative Dynamiken manchmal anders oder später wahr – darum brauchen sie Menschen, die aufmerksam hinschauen und früh unterstützen.
• Masking, People Pleasing und jahrzehntelange Anpassung an neurotypische Erwartungen machen es schwer, Grenzen sichtbar zu kommunizieren – hier braucht es sensibilisierte Gegenüber, die Grenzen respektieren, auch wenn sie leise formuliert werden.
• Häufige Missverständnisse werden oft ihnen selbst zugeschrieben – statt die Verantwortung bei jenen zu suchen, die Unsicherheiten bewusst ausnutzen.

Bei zusätzlichem Unterstützungsbedarf entstehen weitere Gefährdungen – nicht durch die Person selbst, sondern durch strukturelle Lücken:

• Kommunikationsbarrieren erschweren es, über belastende Erlebnisse zu sprechen oder Hilfe zu bekommen.
• Hohe Abhängigkeit von Bezugspersonen erhöht das Risiko von Machtmissbrauch – wenn Kontrolle nicht reguliert oder überprüft wird.
• Menschen mit kognitiven Einschränkungen werden häufiger nicht ernst genommen – ein systemisches Problem, das dringend behoben werden muss.

Was sich in vielen Lebensgeschichten neurodivergenter Frauen zeigt:

Sie werden häufiger übersehen.
Häufiger missverstanden.
Und dadurch leider auch häufiger verletzt – nicht weil sie „anfälliger“ wären, sondern weil Schutzstrukturen nicht ausreichend greifen.

Deshalb braucht es dringend:

✔ leicht zugängliche, inklusive Aufklärung
✔ sichere Räume, die wirklich schützen
✔ verlässliche Unterstützungsangebote, die Erwachsene wie Kinder erreichen
✔ eine Haltung, die Betroffenen glaubt – ohne Fragezeichen
✔ Fachkräfte, die neurodiversitätssensibel arbeiten

💬 Jede Frau verdient Sicherheit.

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Sarah Weyers

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